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„Integration ist der Prozess und Zustand der vollen Gesellschaftlichen Mitgliedschaft“
-Friedrich Heckmann

Sportvereine sind einer der letzten Orte, an denen sich Menschen aus unterschiedlichsten gesellschaftlichen, sozialen, ethnischen, kulturellen und weiteren Milieus begegnen. Der Sport und insbesondere die Sportvereine können ein Ort der Integration sein – wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Dass die Rahmenbedingungen stimmen, dafür sorgen die vielen Ehrenamtlichen, die Übungsleiter*innen und Vereinsvorstände, Eltern, Spieler*innen und Mitglieder jeden Tag.

Dafür gilt es an dieser Stelle einmal vorab schon mal DANKE zu sagen. DANKE auch für die Selbstverständlichkeit, mit der das Thema vielerorts angegangen und praktiziert wird.

IDS – Integration durch Sport (Bundesprogramm)

Ein wenig Unterstützung gibt es bei den Integrationsbemühungen durch das Bundesprogramm Integration durch Sport und das Landesprogramm Sport und Flüchtlinge. Herzstück des Bundesprogramms Integration durch Sport sind die sogenannten Stützpunktvereine. Sie haben sich die Integration von bisher unterrepräsentierten Menschen im Sport auf die Fahnen geschrieben. Hierzu zählen Maßnahmen, wie Sportfeste, aber auch gezielte Ansprache und Begleitung.   Im Sportkreis Gießen sind acht der insgesamt 70 Stützpunktvereine aus Hessen.

Die Vereine sind:

  • Karate Dojo Lich
  • TSG Gießen-Wieseck
  • Rot-Weiß-Club Gießen
  • FFC Pohlheim
  • MTV Gießen
  • VfB Gießen
  • TSG Blau-Gold Gießen
  • Giessener SV

Neben finanzieller Förderung können Vereine auf eine kontinuierliche Betreuung seitens der Hauptamtlichen aus dem Bundesprogramm zählen. Eine Bewerbung als Stützpunktverein für das Jahr 2020 ist möglich und herzlichst erwünscht.

SuF Sport und Flüchtlinge (Landesprogramm)

Das Landesprogramm Sport und Flüchtlinge fördert die Integration von Geflüchteten in den Sport. Das bundesweit einzigartige Erfolgsprogramm setzt auf Sport-Coaches, die in den Städten und Gemeinden als Mittler fungieren zwischen Geflüchteten, Asylinitiativen, der Kommune und den Sportvereinen. Dabei schaffen sie eine erste und meist auch sehr nachhaltige Brücke zwischen den Geflüchteten und dem organisierten Sport. Erste Evaluationen des seit 2016 bestehenden Programms zeigt, dass die ersten Nutznießer aus den ersten Jahren jetzt als Sport-Coaches oder zumindest Sport-Coach-Tandems ehrenamtlich im Sport unterwegs sind. Durch das Landesprogramm sind im Jahr 2019 insgesamt 118.800,00 € in den Sportkreis Gießen direkt an die Städte und Gemeinden primär für die Integration von Geflüchteten, aber auch insgesamt in den Sport vor Ort geflossen.  

Im Jahr 2019 nehmen zehn der 18 Städte und Gemeinden aus dem Landkreis Gießen am Landesprogramm teil und beziehen Gelder vom Hessischen Ministerium des Inneren und für Sport die direkt vor Ort auch dem Sport im Allgemeinen zugutekommen. Die Kommunen sind:

  • Biebertal
  • Buseck
  • Fernwald
  • Gießen
  • Hungen
  • Laubach
  • Lich
  • Linden
  • Lollar
  • Staufenberg

Keinen Antrag gestellt, aber antragsberechtigt sind:

  • Allendorf
  • Grünberg
  • Heuchelheim
  • Langgöns
  • Pohlheim
  • Rabenau
  • Reiskirchen
  • Wettenberg

In 2020 hoffen wir, dass alle bereits vom Programm profitierende Kommunen weiterhin dabeibleiben und die bisher noch nicht teilnehmenden einen Antrag stellen.

Wie Anfangs erwähnt ist Integration –insbesondere von Menschen mit Migrationshintergrund und Geflüchteten- selbstverständlicher Teil der Arbeit in fast allen Vereinen im Sportkreis Gießen. Die Sport-Coaches und der Integrationskoordinator stehen hierbei sehr gerne als Unterstützung zur Verfügung. Für Maßnahmen, Materialien und Übungsleiterstunden können bei diesen beiden Programmen, aber auch einer weiteren Reihe von Programmen Gelder abgerufen werden. Nehmen Sie gerne mit uns Kontakt auf. Wir kommen gerne zu Ihnen und beraten Sie gerne persönlich.

Behzad Borhani
Integrationskoordinator im Sportkreis Gießen
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Tel: +49 172 650 36 84

Weiterführende Links:

Seite des Bundesprogramms Integration durch Sport vom DOSB:
https://integration.dosb.de/

Seite des Landesprogramms Sport und Flüchtlinge vom HMdIS:
https://innen.hessen.de/sport/sport-und-fluechtlinge

Seite der Integrationsarbeit im Sport von der Sportjugend Hessen:
https://www.sportjugend-hessen.de/integration/

Weitergehende Informationen zum Thema Versicherungen / Mitgliedsbeiträge und Geflüchtete vom Landessportbund Hessen:
https://www.lsbh-vereinsberater.de/recht-steuern-und-versicherungen/steuern/fluechtlinge-in-sportvereinen/

Veröffentlicht: 26 November 2019

Sportvereine können auch weiterhin beitragsfreie Sportangebote für Geflüchtete
vorhalten, ohne damit Verstöße gegen den Vereinszweck zu riskieren, steuerliche
Nachteile befürchten zu müssen oder gar ihre Gemeinnützigkeit zu verlieren.
Das Bundesfinanzministerium hat diese die im September 2015 beschlossene
und zunächst bis Ende 2016 befristete Erleichterungsregelungen jetzt um zwei
Jahre verlängert.
Der Landessportbund Hessen e.V. hat die Entscheidung des Ministeriums mit Erleichterung zur Kenntnis genommen.

„Das, was unsere Sportvereine in Sachen
Integration leisten, ist nicht nur vorbildlich, es ist für unsere Gesellschaft unverzichtbar.
Die jetzt vom Bundesfinanzministerium verfügte Verlängerung der
Regelungen gibt unseren Vereinen die nötige Sicherheit, um ihre erfolgreiche
Arbeit mit Geflüchteten fortzusetzen“, so Rolf Hocke, Vizepräsident Vereinsmanagement
des Landessportbundes Hessen (lsb h).
Die Regelung besagt im Kern, dass Vereine ihre Satzungen nicht ändern müssen,
um Flüchtlinge auch ohne Vereinsmitgliedschaft bzw. beitragsfrei an den
Sportangeboten der Vereine teilnehmen zu lassen. Zudem gelten die Kosten und
Aufwendungen, die durch Sportangebote für Flüchtlinge entstehen, weiterhin
als Bestandteil des Zweckbetriebs des Vereins. Letztlich dürfen auch allgemeine
Spendeneinnahmen für den Sport mit Flüchtlingen verwendet sowie Spenden für
Sportangebote für Flüchtlinge gesammelt werden.
„Viele der Menschen, die in der letzten Zeit zu uns kamen, sind vor für uns
unvorstellbaren Situationen geflüchtet. Sie haben ihren Kulturkreis und oft auch
ihre Familien und Freunde verlassen müssen. Wir wollen den Flüchtlingen über
den Sport eine Perspektive geben. Die Integration in eine fremde Kultur wird
durch und mit dem Sport deutlich leichter, denn Sport spricht alle Sprachen“, so
Rolf Hocke. Der Landessportbund selbst, darauf wies Hocke hin, hat im vergangenen
Jahr die hessischen Erstaufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge in Rotenburg,
Gießen und Büdingen mit 20.000 Euro zur Anschaffung von Sportgeräten
unterstützt. Zudem wird der Landessportbund Hessen e.V. für die Anschaffung
von Sportgeräten in weiteren Einrichtungen in Kürze 15.000 Euro zur Verfügung stellen.
Weitere Details zur steuerlichen Behandlung der Vereinsarbeit für und mit
Flüchtlingen hat der Landesausschuss Recht, Steuern und Versicherung des
Landessportbundes Hessen e.V. auf der Homepage www.lsbh-vereinsberater.
de veröffentlicht. Allgemeine Tipps und Hinweise zum Thema finden Interessierte
unter www.landessportbund-hessen.de in der Rubrik „Sport und Flüchtlinge“.
Die oben angeführten Erleichterungsregeln hatte das Bundesfinanzministerium
im September 2015 veröffentlicht, nachdem Zweifel an der Vereinbarkeit
von Sportangeboten für Flüchtlinge mit den satzungsgemäßen Zielen einer
großen Zahl von Sportvereinen aufgekommen waren. Auch über die Verwendung
von Spenden sowie die beitragsfreie Teilnahme an Sportangeboten durch
Flüchtlinge hatte es zunächst Irritationen gegeben. Diese wurden mit der Anordnung
des Ministeriums, die jetzt bis Ende 2018 weiter gilt, ausgeräumt.

Veröffentlicht: 06 Februar 2017

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